Milliarden Fußballfans, aber kein Erfolg: Das Rätsel der asiatischen Fußballgiganten
Länder wie China, Indien, Indonesien und Bangladesch verfügen über gigantische Bevölkerungszahlen und dementsprechend über Millionen begeisterter Fußballfans. Doch trotz dieser enormen Anhängerschaften spielen diese Nationen auf der internationalen Fußballbühne bislang eine äußerst untergeordnete Rolle. Bei Weltmeisterschaften sind sie bestenfalls Statisten, ihre Mannschaften zählen nicht zu den relevanten Kräften des Weltfußballs.
Das Phänomen wirft eine spannende Frage auf: In einer Region, in der hunderte Millionen Menschen dem Ball nachjagen, müssten zwangsläufig auch herausragende Talente vorhanden sein. Doch bislang konnten weder China noch Indien diese potenziellen Rohdiamanten in weltklasse Spieler verwandeln oder gar nationale Erfolgsgeschichten schreiben, die im internationalen Maßstab beachtlich wären.
Die Gründe für dieses Phänomen sind vielfältig und liegen in strukturellen, wirtschaftlichen und organisatorischen Defiziten verborgen. Während andere Kontinente ihre Fußballinfrastruktur kontinuierlich ausgebaut haben, hinken diese bevölkerungsreichsten Länder der Erde im professionellen Fußball deutlich hinterher. Die spannende Frage lautet daher: Kann sich diese Situation in absehbarer Zeit ändern, oder bleibt Asien in diesem Bereich weiterhin ein Kontinent mit großem Potenzial, aber begrenzter Ausschöpfung?
Quelle: www.n-tv.de